Kläranlage Tambachtal
Das Kanalnetz der Gemeinde Weitramsdorf umfasst ca. 100 km. Das Abwasser wird von vier Pumpwerken zusätzlich aus tieferliegenden oder weiter entfernten Gebieten in den Hauptsammler gepumpt. Dieser transportiert das Abwasser im freien Gefälle zur Kläranlage Tambachtal nach Neundorf. Dort angekommen wird es als erstes von den Hebeschnecken auf ein höheres Niveau angehoben, so dass es die nachfolgenden mechanischen, biologischen und chemischen Reinigungsschritte durchlaufen kann. Die mechanische Reinigung umfasst den Siebrechen und den Sandfang. Dabei werden Grobstoffe und Sand vom Abwasser getrennt. In der biologischen Reinigungsstufen, dem Belebungsbecken und Nachklärbecken sorgen die Bakterien und Abwasserinhaltsstoffe für die Abwasserreinigung. Diese setzen sich hauptsächlich aus Kohlenstoff-, Stickstoff- und Phosphorverbindungen zusammen. Die nicht biologisch entfernten Phosphorverbindungen werden im Belebungsbecken und Nachklärbecken chemisch gefällt, die gefällten Phosphorverbindungen binden sich an den Klärschlamm und werden über diesen entsorgt. Durch diese Maßnahme wird der Vorfluter weniger belastet. Der Kreislauf des Wassers ist geschlossen. Das saubere Wasser fließt in den Vorfluter. Der bei der Reinigung anfallende Klärschlamm wird mittels einer Schneckenpresse entwässert und anschließend der Verbrennung im Müllheizkraftwerk Coburg zugeführt.
Um Trinkwasser zu sparen, versorgt das betriebseigene Brauchwassernetz die mechanische Reinigung sowie die Schlammbehandlung mit Grundwasser. Kontinuierliche Messungen im kläranlageneigenen Labor sowie externe Untersuchungen durch das Wasserwirtschaftsamt gewährleisten die Einhaltung der vom Gesetzgeber vorgeschriebenen Grenzwerte. Für einen sicheren Betrieb sorgt das Kläranlagenpersonal. Diese führen Kontrollen, Wartungen und Reinigungen bei den Pumpwerken, Regenüberlaufbecken, Kanalnetz und der Kläranlage durch, Steuern und Dokumentieren Prozessabläufe und analysieren das Abwasser im Betriebseigenen Labor. Ein computergesteuertes Leitsystem hilft die Reinigungsabläufe zu überwachen und passt die Reinigungsleistung dem Verschmutzungsgrad des Abwassers an. Bei Betriebsstörungen außerhalb der Dienstzeit informiert das Leitsystem den Kläranlagen Bereitschaftsdienst.



