Weidach-Vogelherd
Ein eigenständiger Ortsteil ist Weidach-Vogelherd nicht. Vielmehr ist es ein Siedlungsteil Weidachs. Vogelherd wurde ein Ort bezeichnet, an dem ein Vogelsteller (Vogler) mit Hilfe eines Schlagnetzes oder einer Leimrute Singvögel fing. Das musste im 15. und 16. Jahrhundert ein einträgliches Geschäft gewesen sein, da diese Vogelherde regelrecht aus dem Boden schossen. Die Zahl der Vögel, die gefangen werden durften, war dabei von der Obrigkeit genau festgelegt.
Im Oktober 1954 wurde mit dem Bau der Siedlung „am Vogelherd“ begonnen. An dieser Stelle stand früher ein Wald, von den Einheimischen „Krackenhölzla“ genannt, weil in den Bäumen dieses Waldes vorwiegend Krähen bauten, deren misstönendes Geschrei weithin zu hören war. Da nach dem 2. Weltkrieg dieser Wald der Not an Brennmaterial zum Opfer fiel, war Platz für ein weiteres Siedlungsgebiet vorhanden. Noch heute erinnern die Straßennamen an die Singvögel, die dort einst gefangen wurden; Amsel, Drossel, Fink, Zeisig.


